++++++++ Saisonrückblick 2016/2017 ++++++++
++++++++ Saisonvorschau 2017/2018 ++++++++

Mit etwas Abstand von der letzten Saison und meinem sehr (sehr, sehr, sehr) wohlverdienten Urlaub folgt nun im Anschluss natürlich der bereits von allen Seiten erwartete, sehr detaillierte und messerscharf analysierte, äußerst subjektive, weil durch mich verfasste, Saisonrückblick für die Landesliga-Saison 2016/2017. Auf geht’s!

Durch die Zusammenlegung der Landesligen, frei nach dem Motto, so war das doch schon mal vor der Reform der ganzen Ligen (hatte halt nur einen anderen Namen), wurde einigen von uns beim Blick auf die Tabelle Angst und Bange. Nicht mehr die bekannten Gesichter? Nicht die bekannten Routen zu Auswärtsspielen? Und das Schlimmste: Spider-Borchers wusste bei den neuen Mannschaften nun nicht mehr wer mal höher gespielt hat. Katastrophe! Jahrelange Recherchearbeit auf einmal – WEG! Im Laufe der Saison sollte sich jedoch rausstellen, dass das alles kein Problem ist. In Zeiten von Facebook und Digitalisierung sollten Mannschaftsaufstellungen und Torschützen schnell rausgefunden sein; in Zusammenarbeit mit (Freizeit-) Sportjournalist Sir Sielmann, dessen journalistischer Arbeit es trotz nebenberuflicher Ausübung kein bisschen an Präzision fehlt, wurden dem Rest der Mannschaft über einschlägig bekannte Kommunikationskanäle rechtzeitig vor Spielbeginn die letzten (wichtigen!) Informationen mitgegeben.

Zum Glück gab es wenigstens in der Vorbereitung keine Veränderungen; alles wie üblich:

- Auftakt-Paddeln bei Ossi im weltbekannten Warnow, mit nächtlichem Taxitransfer in die wohl wichtigste Hafenstadt östlich von Rotterdam. Richtig, die Rede ist natürlich von Rostock.
- Laufen durch Kurpark und Umgebung
- Kurz vor Saisonstart dann ein (Anstands-) Turnier, damit unsere neu erarbeiteten, taktischen Finessen möglichst lange unter Verschluss bleiben.

Der Saisonstart verlief dann auch wie üblich, nämlich eher holprig. Niederlage in Lübeck, Sieg gegen Mönkeberg, aber alles nicht sonderlich schön. Danach spielten wir uns sehr gekonnt in einen Abwärtsstrudel, der seinen Höhepunkt mit der Niederlage in Ellerau fand. Das wohl mit ABSTAND gruseligste Spiel was ich in meiner Zeit mit den Jungs erleben durfte. Zum abgewöhnen. Tja und dann spielten wir die restliche Hinrunde recht passabel, was vor allem daran lag, das unser kompletter Rückraum so langsam aber sicher wieder damit anfing ins Tor zu werfen. Das führte am Ende der Hinrunde zu einem Platz über dem gefürchteten „Strich“.

Die Rückrunde dann das komplette Gegenteil von der Hinrunde. Wir gewannen gegen alle Mannschaften, die wir nicht schlagen müssten, und verloren dann wiederum Spiele, die wir gewinnen sollten. Sei es drum. Nach ca. der Hälfte der Rückrunde zeichnete sich ab, dass wir die Klasse halten werden. Zeit, um sich unserer Lieblingsbeschäftigung zu widmen: Kicken. Und es schien, als würden wir mit der zunehmenden Integration der Sportart Fußball in unser Training noch besser werden. Am Ende landen wir mit zunehmend geringer werdenden (was für ein Wortspiel!!) Spielerdecke im Niemandsland der Tabelle. Saisonziel erreicht.

An der Tabellenspitze gab es dann noch ein Hauen und Stechen um die Aufstiegsplätze, wobei hier am Ende Altenholz und Tills Löwen das Rennen machten. Die Holsteinische Schweiz erlebte gleichzeitig wohl das, was sie in Leverkusen schon seit Jahren kennen: Auf der Zielgerade abgefangen zu werden. Schlussendlich qualifizierte sich über den „Umweg Relegation“ auch der MTV Lübeck für die S-H Liga. An dieser Stelle Glückwunsch an alle Aufsteiger und viel Spaß „oben“. Allen Absteigern viel Erfolg beim Projekt Wiederaufstieg, sofern das denn existiert.

Was dann bei uns folgte, war etwas, was passieren musste und auch nicht sonderlich überraschend kommt. Wenn es dann soweit ist, ist es dennoch schade.

Wichtige Bestandteile der Mannschaft sehen Ihre Zukunft abseits des Feldes, wechseln den Verein oder sind verletzt. Adäquat neu besetzten konnten wir „vakante“ Stellen nicht, so dass wir uns entschlossen haben, nicht für die neue Saison zu melden. Auf Kanonenfutter hat keiner Bock, außer natürlich unsere Gegner :). Das hat der interessierte Facebook-Leser natürlich schon durch Phidie erfahren, der hier mit all seiner Sorgfaltspflicht kurzfristig informiert hat. So sind die GF’s eben.

Das wir nächste Saison nicht am Spielbetrieb teilnehmen werden, wird die meisten Mannschaften sicher nicht traurig stimmen, muss man sich doch für die neue Saison keine Ausreden überlegen, warum man gegen Oldesloe verloren hat, die ja nicht selten nur zu Acht angetreten sind. Da gab es doch schon ein paar Highlights in den letzten Jahren. Das wichtige Spieler fehlten, über Jahre hinweg, ausgerechnet gegen uns, war im Standardrepertoire. Gerne musste auch unsere überharte Gangart herhalten, die es für den Gegner unmöglich machte einen zivilisierten Handball zu spielen, was gleichzeitig natürlich ganz deutlich auf eine Benachteiligung durch die Schiedsrichter hinweist. Ein T-E-U-F-E-L-S-K-R-E-I-S !!! Nur die Mannschaft selbst, so viel ist klar... die hat's ganz sicher nicht verkackt.

Der SCU-Gesamtverein kann sich durch die Abmeldung jetzt endlich um den (Wieder-) Aufbau einer Fußballsparte kümmern, die an die glorreichen Erfolge aus den 1970ern (ja, so lange ist das her!) anknüpfen kann, ohne Rücksicht auf höher spielende Handballer nehmen zu müssen. Auch eine Last weniger. Ob das gelingt, steht dann wiederum auf einem ganz anderen Blatt. Sollte jedoch erneut Spielerbedarf bestehen: wir sind bereit. Und Zeit haben wir jetzt auch. :) Und sollte sich einer der Verantwortlichen nun fragen, wer zum Henker diesen Bericht hier schreibt... der kommt von den Handballern. Ich weiß, das Interesse an uns hielt sich in Grenzen - außer man brauchte uns, um die Fußballsparte vor dem kompletten Einsturz zu bewahren.

Und um die Rubrik „nicht schlimm, dass sie weg sind“ abzurunden, darf natürlich die Stadt Bad Oldesloe nicht fehlen, mit der man in unzähligen Sitzungen das Problem „Backe“ eruiert hat, ohne jedoch in 10 Jahren eine wirkliche Lösung gefunden zu haben. Ob man keine wollte oder die Lösung nicht verstanden hat – die Antwort kann ich mir selbst nicht geben. Auf jeden Fall haben eine Menge Leute sehr viel Atem und Zeit verschwendet.

Womit wir von unserer Seite dann schon bei der nächsten Kategorie wären: Danksagungen.

Zuallererst und vor allem ist hier Renate zu nennen, bei der wir uns bereits nach dem letzten Spiel bedankt haben und das natürlich hier auch noch einmal tun müssen. In allen Belangen DIE Unterstützung im Verein und vor allem im Dialog mit der Stadt eine sehr große Hilfe. Ich denke, dass der Verein noch gar nicht weiß, wen man dort in den „Sportruhestand“ verloren hat. Dir auf jeden Fall weiterhin alles Gute, Renate! Genieße deinen „Ruhestand“.

Und dann natürlich vielen Dank an den "eisernen" Walter, der unsere Heimspiele als vertrauensvoller Kassenwart begleitet hat.

Die Danksagungen an die Sponsoren hat Phidie ja bereits übernommen, insofern spare ich diesen Teil aus und sage noch einmal „Danke“ an alle Unterstützer. Ihr seid klasse!

Wem gilt es noch zu danken? Sicherlich allen ehrenamtlichen Helfern, sowohl in unserem als auch in allen anderen Vereinen, die Amateursport überhaupt erst möglich machen.

Und auch wenn wir oft über sie schimpfen, natürlich „Danke“ an die Schiris, die sich jedes Wochenende in warme, stinkende Hallen stellen, um sich dann häufig sowohl von uns als auch vom teils „leicht“ angeschwipsten Publikum vollmüllen lassen müssen. Definitiv eine unterbezahlte Spezies.

Danke auch an Ben, der uns kurzfristig als Luftpumpe beim Auffüllen der Mannschaft geholfen hat. Coole Nummer! Und natürlich Phidie, der auch wieder ins Geschehen eingegriffen hat.

Last but not least natürlich „Danke“ an die Spielerfrauen, die ihre Kerle mehrmals pro Woche freigegeben haben, um dann auf die Frage: „Was gibt’s Neues?“ ein kurzes „Keine Ahnung“ zu bekommen. Äußerst unbefriedigend für das weibliche Geschlecht, aber an dieser Stelle noch einmal hochoffiziell: Wir unterhalten uns wirklich nicht über wichtige Dinge :)

Sooo… jetzt hoffe ich, dass ich niemanden vergessen habe.

Nun noch der Saisonausblick 2017/2018:

Wir werden eine schlagkräftige Turniermannschaft zusammenstellen, die auf den Rasen- und Hallenturnieren dieser Welt für Furore sorgen wird. Dabei wird es für uns vor allem um Eines gehen: die richtige Mischung finden. Viele junge Spieler haben uns verlassen, insofern ist es wichtig, dass neue Jungs angelernt werden, die den Älteren die Getränke bringen, die sowohl nach etwas schmecken, aber auch nicht zu stark sind. Hört sich vielleicht leicht an…ist es aber nicht!

Aber all denjenigen, die selbst nach Lütjensee und Nahe fahren, um dort zu gewinnen, will ich gleich die Angst nehmen: Wir werden für die untersten Pokale melden, die es gibt, bei denen man nüchtern unangenehm auf dem Feld auffällt und wo Handball eher als notwendiges Übel und nicht als Kernelement der Veranstaltung gesehen wird. Für Turnierempfehlungen, die diesen Standards entsprechen, sind wir stets dankbar :)
Wir werden ausbrechen aus dem Leistungsdruck vergangener Jahre und uns unserem neuen Credo hingeben: Entschleunigung!

Und während wir entschleunigen, scharrt einer bereits mit den Hufen. Korrekt, der Phidie. Er ist heiß auf sein Comeback. Da brauchen die Veranstalter der Rasenturniere ´ne Menge Dünger, um die waldbrandähnlichen Schneisen auf Phidies rechter Außenbahn wieder auszubessern. Das wird ein Feuerwerk.

Was bleibt jetzt noch? Eigentlich nichts. Das war er dann, der letzte „offizielle“ Bericht.

Allen eine gute, handballfreie Zeit.

Cheers!

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