31.08.2018 - Karsten Drube soll den Verbandsligisten als Co-Trainer helfen

Als der Abpfiff das Debakel besiegelt hatte, ging Karsten Drube zu jedem einzelnen Spieler, sprach ein paar aufmunternde Worte und half denen wieder auf die Beine, die enttäuscht auf den Boden gesunken waren. Eine Mannschaft wieder aufzurichten, eigentlich sogar die gesamte Fußball-Abteilung des TSV Bargteheide: an dieser Mammutaufgabe soll Drube künftig als Co-Trainer seines langjährigen Freunds Frank Witte mitarbeiten. Wie schwierig das wird, ist allerspätestens seit dem 0:10 (0:4) gegen den Sereetzer SV klar.

„Eigentlich wollte ich ja nicht mehr“, sagte Drube, der seine Trainerlaufbahn vor gut einem Jahr bei der SG Union/Grabau hatte ausklingen lassen. Jetzt folgte er dem Ruf Wittes, der aktuell sowohl die Bargteheider Verbandsliga-Mannschaft als auch die Zweitvertretung (Kreisklasse A) betreut – wobei viele Gesichter dieselben sind. Mehrere Akteure waren wieder doppelt im Einsatz, nachdem der TSV die meisten seiner Leistungsträger verloren hat.

Drube soll auch den Transfermarkt sondieren

Weil ein auch nur halbwegs erfolgreiches Abschneiden in der Verbandsliga unter den derzeitigen Voraussetzungen eine Utopie ist, soll Drube nicht nur im Training und während der Partien helfen, sondern auch den Transfermarkt sondieren. „Mitten in der Saison ist das natürlich sehr schwierig. Ich werde versuchen, meine Beziehungen zu nutzen“, sagte er. „Ich habe ein paar Leute im Hinterkopf, die die Truppe verstärken würden.“

Die Abmeldung einer der beiden Herrenmannschaften will der TSV weiterhin um jeden Preis vermeiden und das erklärte Ziel bleibt, den Klassenerhalt in der Verbandsliga zu schaffen – allein deshalb, um den 14 Talenten, die aktuell mit den A-Junioren des Vereins in der Oberliga spielen und kommende Saison in den Herrenbereich wechseln, eine interne Perspektive zu bieten.

Was Drube bei seinem ersten Einsatz an der Alten Landstraße vorfand, umschrieb er schonungslos mit dem Begriff „Scherbenhaufen“, wobei er das Team in Schutz nahm. „Viele Spieler aus der Zweiten haben die Bereitschaft, in der Not auszuhelfen. Das ist sehr ehrenhaft. Diese Jungs kriegen jetzt die Häme ab, obwohl sie nicht mal ansatzweise etwas dafür können.“ Für die wenigen Anhänger, die sich zur Neuauflage der Aufstiegsrunde – noch vor wenigen Monaten hatten die Stormarner Sereetz zweimal locker besiegt – auf den Bargteheider Sportplatz getraut hatten, war die Partie nur mit viel Galgenhumor zu ertragen. Mit dem 0:4-Halbzeitrückstand durch Tore von Ommeed Sindi (11. Minute), Kamel Ejleh (19.), Rosario Confalone (33./Foulelfmeter) und Alex Kutaschow (38.) waren die hoffnungslos überforderten Gastgeber noch sehr gut bedient. Nach dem Seitenwechsel kannte Sereetz keine Gnade mehr. Sindi (46., 50.), Steven Tag (67.), Ejleh (75., 82.) und Sören-Alexander Kuznik (85.) sorgten für den zweistelligen und auch in dieser Höhe verdienten Auswärtssieg.

Hamburger Abedblatt vom 31.08.2018

 

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